Über das Projekt

„SmartGenoLab“ – Mit digitalen Unternehmen in genossenschaftlichen Strukturen Wirtschaftsdemokratie gestalten

Infolge des digitalen Wandels und damit einhergehender neuer Organisationsformen kommt es auch in der Arbeitswelt zu neuartigen Arbeitsformen und Arbeitsverhältnissen. Diese entstehen durch eine zunehmende Verteilung von Aufgaben und Arbeit über Plattformen und Crowdsourcing-Ansätze, die u. U. zu einer Leistungserstellung ohne feste Arbeitsverträge oder Mitspracherecht der Mitarbeiter führen. Zugleich etablieren sich Anbietermonopole, die Produktpreise und -mengen diktieren und auf diese Weise den technologischen Fortschritt bremsen, indem im von ihnen beherrschten Markt keine neuen oder verbesserten Produkte entwickelt werden. Somit leidet auch die Produktqualität in monopolistisch geprägten Märkten.

‘SmartGenoLab’ ermöglicht uns, uns weiterzuentwickeln, indem wir die im Projekt entstehenden Modelle und technischen Konzepte für uns nutzen. Das unterstützt den Aufbau und nachhaltigen Betrieb des Ökosystems und die partizipative Einbindung der Akteure. So können wir unser Leitbild einer WeCompany erfolgreich umsetzen.

Daniel Fuhrer, Mitglied der Geschäftsleitung, SmartWe World AG

Aus diesen Gründen bedarf es neuer Organisationsformen, die sich mit der Thematik „guter Arbeit“ befassen. Dies geschieht im Rahmen von „SmartGenoLab“ durch ein umfassendes Modell zu einem genossenschaftlich orientierten, plattformbasierten Ökosystem, das agile Prozesse und Strukturen mit digitalen Werkzeugen kombiniert und eine innovative Beteiligungsplattform zur Handhabung des Zusammenwirkens aller Stakeholder generiert. Auf diese Weise sollen in einem Experimentierraum Business-Lösungen vereinfacht entwickelt, Wirtschaftsdemokratie gestaltet und mit den Business Ökosystemen Alternativen zu großen (Plattform-) Monopolisten vorangebracht werden.
Im Detail sollen in dieser Art von Ökosystem Beschäftigte, Partner*innen und Kund*innen zu Miteigentümern und Mitgestaltern in neuen Partizipationsformen werden. Sie gestalten im Experimentierraum gemeinsam ein innovatives, virtuelles Genossenschaftsmodell 4.0, um mithilfe digitaler Instrumente und Strukturen neue Organisationsformen zu entwickeln. Um das zu erreichen, müssen die organisationalen Strukturen und internen Prozesse an das digitale Zeitalter angepasst werden. D. h.: Unterstützt durch die Konzeption digitaler Werkzeuge werden sie smart, agil und flexibel. Das Genossenschaftsmodell soll kapital- sowie arbeitsleistungsbasierte Anteile der einzelnen Stakeholder berücksichtigen und diese transparent in Echtzeit abbilden. So sollen Business-Lösungen vereinfacht entwickelt, Wirtschaftsdemokratie gestaltet und mit den Business Ökosystemen Alternativen zu großen (Plattform-) Monopolisten vorangebracht werden.

Drei Fragen an Dr. Mark Hefke

Wie können genossenschaftliche Strukturen auch in der digitalen Transformation als alternative Wirtschaftsform bestehen? Und wie können sie mit neuen, plattformbasierten Möglichkeiten die Zusammenarbeit und Prozesse verbessern? Mit einem genossenschaftlich orientierten Unternehmen als Livelabor will das Projekt “SmartGenoLab” genau das herausfinden. Ein Interview mit Projektleiter Dr. Mark Hefke.

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